Warum verletzt Beziehung

verwelkte Rosen auf Notenblatt

Sie haben wahrscheinlich bewusst oder unbewusst viele Wünsche und Erwartungen an Ihre Partnerschaft. Und verletzte Gefühle und Kränkungen gehören sicherlich nicht dazu.

Sie möchten sich geliebt, geborgen, begehrt, sicher fühlen. Sie möchten wahrscheinlich, dass Ihr Liebster Ihre Leidenschaft für Reisen teilt, oder sportbegeistert ist. Sie wünschen sich, dass Ihr Partner Ihre Freunde mag, ein guter Koch ist, Ordnung hält, Ihnen intellektuell das Wasser reicht, Sie wünschen sich vielleicht, dass er großzügig ist, das Geld aber auch nicht zum Fenster rauswirft, dass er Humor hat, und auch Verantwortung trägt…

Beziehung führen ist leider kein Wunschkonzert.

Beziehung führen ist leider kein Wunschkonzert. Wünsche haben Sie sicherlich viele. Das Leben ist aber kein Wunschkonzert. Der Partner kann nicht alle Ihre Bedürfnisse erfüllen und es ist auch nicht seine Aufgabe. In erster Linie sind Sie für sich und Ihr Wohlbefinden verantwortlich. Ihr Partner kann Sie unterstützten und ergänzen, er kann aber nichts für sie reparieren. Wenn Sie sich nicht selber für grundsätzlich okay halten, wird es Ihr Partner auch nicht tun. Gleiches gilt auch umgekehrt, es ist nicht Ihr Job, den anderen permanent glücklich zu machen.

Zu einer Beziehung  gehören auch unangenehme Gefühle und viele Verletzungen.

In einer Beziehung geht es ganz viel darum, den anderen zu ertragen und schlechte Gefühle auszuhalten. Der andere ist nicht nur Licht, sondern auch Schatten und bringt sein Paket an Eigenarten, Marotten, Macken und Charakterlosigkeiten mit. Gleichzeitig ist Ihr Partner auch Spiegel Ihrer Unzulänglichkeiten und Schattenseiten. Sie fühlen vielleicht oftmals verletzt, wütend, traurig, gekränkt… Das ist schrecklich unangenehm. Ja, die Liebe ist manchmal auch eine Zumutung! Ein schlechter Scherz des Universums. Dabei ist es Ihre romantische Hoffnung, das doch mit einem Partner alles gut sein sollte, das zu Enttäuschungen führt.  

Geben Sie sich Erlaubnis dazu, nicht alles in Ihrer Beziehung toll zu finden! Sondern einfach nur nervig, unfair, doof, langweilig, verletzend und mühsam. Erlauben Sie sich, auch traurig, verletzt oder wütend zu sein und gestehen Sie dies auch dem anderen zu. Auch das ist Beziehungsrealität, denn Sie können sich gegenseitig Ihre Bedürfnisse und Wünsche nicht immer erfüllen. Das anzuerkennen, kann sehr befreiend sein. Wenn Sie Hilfe benötigen, auch unangehnehme Gefühle auszuhalten, kommen Sie in ein Beziehungscoaching in München.

Dies ist ein Ausschnitt aus meinem Buch: Trennungsratgber für Dummies

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